Eine Zusammenfassung von Frank Högemann

 

Bewusstsein ist fundamental – Bewusstsein ist das Einzige, was ultimativ wirklich existiert.

Unsere physische Realität ist virtuell, eine Illusion innerhalb unseres Bewusstseins. Wir sind keine physischen/biologischen Körper mit einem Bewusstsein, sondern Bewusstsein, das einen virtuellen Körper angenommen hat. Die Welt um uns ist eine Illusion, eine virtuelle Realität.

Unser individuelles Bewusstsein ist Teil eines gigantischen Bewusstseinssystems. Diese Bewusstseinssystem ist in einem Prozess unendlicher Evolution.

Wir, als Teile des Bewusstseinssystems, sind Teil dieses Evolutionsprozesses. Indem wir uns selbst entwickeln, tragen wir zur Evolution des gesamtes Systems bei. Das System braucht uns, um sich weiterzuentwickeln, und deshalb hat es uns überhaupt erst geschaffen – wir sind ein wichtiger Teil seiner Evolutionsstrategie.

 

Spirituelles Wachstum: Entwicklung hin zur Liebe

Unsere persönliche Evolution besteht in dem Ziel, die Qualität unseres Bewusstseins zu erhöhen. Dies tun wir, indem wir uns von unserem ursprünglichen Zustand der Angst zu einem Zustand der Liebe entwickeln. Dies ist sprirituelles Wachstum. [Warum das so ist, leitet TC alles logisch von der Evolution des gesamten Systems her, aber das hier zu erklären würde zu weit führen - kann ich ein anderes Mal machen.]

Wahre Liebe ist bedingungslos. Sie ist allein auf das Wohlergehen anderer ausgerichtet (Was brauchen die anderen? Wie kann ich ihnen helfen?) Wahre Liebe ist nicht gleichzusetzen mit romantischer Liebe. Eine Liebesbeziehung ist immer ein Deal, um Bedürfnisse zu befriedingen, der an Bedingungen geknüpft ist (bei den meisten: Treue etc.).

Angst ist ein Zustand der Selbstbezogenheit – die ganze Welt dreht sich um einen selbst. (Was kann ich kriegen? Wie kann ich andere manipulieren, damit sie tun, was ich will?) Angst ist oft ein Ausdruck des Gefühls, nicht gut genug zu sein, nicht liebenswert zu sein, sich lächerlich zu machen. Angst ist immer irrational und niemals nützlich (die biologische Evolution ist nicht der Grund, warum wir Ängste haben). Viele Ängste, die wir haben, sind uns gar nicht bewusst – wir haben sie verdrängt.

Wer Angst hat, ist leicht zu manipulieren. Politiker, Werbetreibende und religiöse Führer nutzen das aus, indem sie Ängste schüren (Angst vor Verlust von Geld und Jobs; die Angst, nicht cool und beliebt zu sein, die Angst vor der Hölle oder einer schlechten Wiedergeburt).

Angst ist die Ursache von Ego und Glaubenssätzen.

Das Ego ist ein Mittel, das unser Verstand einsetzt, um uns daran zu hindern, uns unseren Ängsten zu stellen und sie so zu überwinden, denn das ist schmerzhaft. Das Ego rationalisiert und rechtfertigt unsere Ängste (Ich bin toll, weil ich aus Land X komme, weil ich bestimmte Klamotten trage, weil ich viel Geld habe, weil ich Karriere mache, weil ich eine bestimmte politische oder spirituelle Meinung habe etc. / Andere sind dumm, weil sie...). Das Ego vergleicht und trennt auf eine Weise, dass man selbst die Illusion hat, besser zu sein als die, mit denen man sich vergleicht.

Weil das Ego in Angst wurzelt und Angst irrational ist, kann das Ego nicht auf intellektuellem Wege abgebaut werden. Der einzige Weg, sich vom Ego zu befreien, ist es, sich von seinen Ängsten zu befreien und sich hin zur Liebe zu werden (vom Fokus auf sich selbst hin zum Fokus auf andere). Dies ist eine Sache des Herzens, nicht des Intellekts.

Eine weitere Folge der Angst sind Glaubenssätze. Eine angstvolle Person kann Ungewissheit nur schwer ertragen. Daher füllt sie Wissenslücken mit Glaubenssätzen (Was passiert nach dem Tod etc.). Auch dienen Glaubenssätze der Vertuschung logischer Widersprüche, die das Ego bei seinen zahlreichen Versuchen der Rationalisierung der Angst zwangsläufig verursacht (Ich finde aber trotzdem, dass die Deutschen besser sind, weil...).

Glaubenssätze sind immer ein Problem, auch in Bezug auf Spiritualität. Wer etwas glaubt, verhindert, dass er etwas Neues lernt, weil er nämlich meint, die Antwort bereits zu kennen. Es bringt nichts, zu glauben, was man über Spiritualität liest oder was irgendein Guru sagt, und es bringt auch nichts, es nicht zu glauben. Glaube und Unglaube haben wenig spirituellen Nutzen, sie hindern nur. Die einzig sinnvolle Art der Erkenntnis ist es, spirituelle Erfahrungen selbst zu machen. Besser ist es, das, was man liest und hört, als eine Möglichkeit zu betrachten, und dieser Möglichkeit eine Wahrscheinlichkeit zuzuordnen, dass sie richtig ist. Dies sollte man aufgrund seiner persönlichen Lebenserfahrung tun (Stimmt die jeweilige Theorie mit meiner eigenen Erfahrung überein?) Man muss also immer gleichzeitig offen und skeptisch sein. Wer skeptisch ist, aber nicht offen, kann niemals etwas Neues lernen. Wer offen ist, aber nicht skeptisch, glaubt alles Mögliche.

 

Der Sinn des Lebens: von Liebe motivierte Entscheidungen zu treffen

Der Sinn und Zweck unseres Lebens ist es, uns von einem Zustand der Angst hin zu einem Zustand der Liebe zu entwickeln. Da das Ego und unsere Glaubenssätze eine Folge der Angst sind, werden sie automatisch abgebaut, wenn wir uns unseren Ängsten stellen und sie beseitigen.

Wenn wir noch zuviel Angst haben, sind wir nicht in der Lage, anderen zu helfen, da wir noch zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind und sich unser ganzen Leben um uns selbst dreht. Deshalb müssen wir in einer solchen Phase zunächst an uns und unseren Ängsten arbeiten. Je mehr Ängste wir beseitigen, desto mehr Raum für Liebe entsteht.

Wir entwickeln uns als Menschen von der Angst hin zur Liebe, indem wir gute Entscheidungen treffen – Entscheidungen, die von Liebe, Kooperation, Mitgefühl und Fürsorge motiviert sind, anstelle von Entscheidungen, die durch Ego, Gier und Gleichgültigkeit motiviert sind.

Das Wichtige ist die Motivation für eine Entscheidung: die Absicht dahinter, nicht die Tat selbst. Bewusstsein ist die einzige ultimative Realität, und auf der Ebene des Bewusstseins zählt nur die Absicht. Eine gute Absicht führt in der Regel zu einer guten Tat, während eine schlechte Absicht in der Regel anderen schadet. Allerdings kann man von einer Tat nicht immer auf die Absicht schlieβen: Wenn jemand Geld spendet, nur um gut angesehen zu werden, ist dies keine gute Motivation und führt daher auch nicht zu spirituellem Wachstum und nicht zur Entwicklung von Angst und Ego hin zu Liebe.

Spirituelles Wachstum (Erhöhung der Bewusstseinsqualität) hat nichts damit zu tun, ob man einen Einblick in die ultimate Realität hat(te) oder nicht. Spezielle spirituelle Erlebnisse (das Gefühl, mit allem eins zu sein, auβerkörpeliche Erfahrungen, Astralreisen, Visionen von der möglichen Zukunft oder der Vergangenheit etc.) können einem die Augen dafür öffnen, dass die Realität aus mehr besteht als aus Materie, aber sie sind nicht notwending, um spirituell zu wachsen. Der einzige Weg zu wachsen ist es, von Liebe motivierte Entscheidungen zu treffen.

 

Umgekehrt ist es aber so, dass eine höhere Bewusstseinsqualität es eher ermöglicht, spirituelle Erfahrungen zu machen. Auch paranormale Fähigkeiten sind ein Nebeneffekt einer höheren Bewusstseinsqualität. Man muss eine gewisse Stufe erreicht haben, um diese Fähigkeiten zu haben. Das System will nämlich nicht, dass man diese Fähigkeiten benutzt, um sein Ego zu vergröβern (ich bin besser als andere, weil ich Astralreisen beherrsche) oder um sie allein aus Neugier und Zeitvertreib zu nutzen. Beide wäre kontraproduktiv für die persönliche Evolution, und damit für die Evolution des Systems als Ganzem. Deshalb sollte es auch nie das alleinige Ziel sein, paranormale Fähigkeiten zu erwerben. Wir verwenden unsere Zeit besser für die Entwicklung unserer Bewusstseinsqualität.

 

Die Erde ist unsere Schule

Unser Universum ist eine virtuelle Realität, die vom gröβeren Bewusstseinssystem erschaffen wurde, um uns die Möglichkeit zu geben, die Qualität unseres persönlichen Bewusstseins zu erhöhen und damit zur Evolution des gesamten Systems beizutragen.

Unser Spielfeld (und gleichzeitig unser Klaseenzimmer) ist der Planet Erde. Unser persönliches Bewusstsein loggt sich regelmäβig als Spieler in diese virtuelle Realität ein, um unterschiedliche Figuren zu spielen und in möglichst vielen verschiedenen Rollen zu lernen und gute Entscheidungen zu treffen: Frau/Mann/X, arm/reich, hübsch/hässlich, gesund/krank, schwarz/weiβ/braun/gelb, hetero/bi/homo, im Lebensraum Wüste/Wald/Eis/Küste/Gebirge, in unterschiedlichen Kulturen, mit verschiedenen Eigenschaften Kraft/intelligenz/Geschick/künstlerische Fähigekeiten etc. Da sich alle Spielfiguren durch biologische Evolution entwickeln, gibt es eine quasi unendliche Fülle von verschiedenen Möglichkeiten und Kontexten, um Entscheidungen zu treffen.

Das Besondere an unserer virtuellen Realität ist, dass jede Entscheidung sehr konkrete Konsequenzen hat – wir bekommen mittelbar oder unmittelbar Feedback. Zum einen durch das, was passiert (Ursache und Wirkung unserer Handlungen, individuell und kollektiv); zum anderen durch unsere Gefühle. Wenn wir aus Liebe handeln, sind wir zufrieden und fühlen uns gut; wenn wir egoistisch und nur auf uns selbst bedacht sind, fühlen wir uns immer unzufrieden und schlecht. Wenn wir anderen helfen und gemeinsam Dinge erschaffen, machen wir den Planeten schöner und lebenswerter; wenn jeder für sich so viel nimmt wie möglich, zerstören wir ihn.

Wenn unsere Spielfigur stirbt, loggt sich unser Bewusstsein wieder aus und unser „höheres Selbst“ akkumuliert alles, was es in dieser Runde gelernt hat. Dann beginnt es eine neue Spielrunde mit einer etwas höheren Bewusstseinsqualität (oder einer etwas niedrigeren, wenn es viele schlechte Entscheidungen getroffen hat). Dabei wird eine neue Spielfigur ausgewählt, die optimale Entwicklungsbedingungen entsprechend seinem aktuellen Entwicklungsstand verspricht.

Wenn unser Bewusstsein sich in das nächste Spiel einloggt, bringt es seine Qualität (seinen spirituellen Entwicklungsstand) mit, startet intellektuell aber wieder bei Null (als Baby). Dann macht es unterschiedliche Erfahrungen, positive wie negative. Negative Erfahrungen führen dazu, dass bestimmte Ängste zum Ausdruck gebracht werden, an denen man dann arbeiten und damit die Bewusstseinsqualität erhöhen kann. Je nach vorhandener Bewusstseinsqualität führen bestimmte Erfahrungen für unterschiedliche Personen zu unterschiedlich starken Ängsten, und damit dann zu mehr oder weniger Ego und Glaubenssätzen. Dies erklärt, warum verschiedene Leute mit verschiedenen Herausforderungen im Leben unterschiedlich gut klarkommen, und warum ihre Persönlichkeit so ist, wie sie ist. Man kann aber nicht unbedingt aus jeder Lebenssituation auf die spirituelle Reife einer Person schlieβen, da man nicht weiβ, mit welchen Herausforderungen diese Person konfrontiert war. In jedem Fall ist ein Vergleich sowieso nicht hilfreich, genau wie bei anderen Aspekten des menschlichen Lebens auch.

Der aktuelle Zustand der Welt ist ein direkter Spiegel der durchschnittlichen Bewusstseinsqualität aller Menschen. In einer globalisierten Welt erhalten wir kollektives Feedback für unsere Entscheidungen. Unsere Aufgabe ist es, daraus zu lernen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Dabei bringt es nichts, die politischen oder Wirtschaftssysteme zu ändern. Die letzten Jahrhunderte haben gezeigt, dass das quasi irrelevant ist: angstgetriebene, egoistische Menschen werden jedes System zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen versuchen. Die einzige Lösung ist es, die kollektive Qualität unseres Bewusstseins zu erhöhen. Und das geht nur, indem jeder Einzelne an sich arbeitet und nach spirituellem Wachstum, hin zur Liebe strebt (frei nach Gandhi: „Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest“). Damit schafft er ein besseres Umfeld für andere und ermöglicht es ihnen, selbst weniger Angst haben zu müssen und kooperativer sein zu können.

Wenn wir uns nicht bald ändern und die Menschen sich mit technologisch immer ausgefeilteren Waffen gegenseitig vernichten, oder wenn wir den Planeten für eine Zeitlang unbewohnbar machen, dann wird dieses Spielfeld für eine Zeit nicht zu gebrauchen sein. Unser Bewusstsein muss sich dann in andere virtuelle Welten einloggen, um dort weiter zu lernen, bis die biologische Evolution auf der Erde wieder so weit ist, dass sie Wesen hervorbringt, die es uns ermöglichen, gute Entscheidungen zu treffen, die dem Stand der Entwicklung unseres Bewusstseins entsprechen. Ein wesentlicher Aspekt der Evolution (biologische wie auch Bewusstseinsevolution) ist es, dass Egoismus und Gier ein System erzeugen, das zwangsläufig irgendwann kollabiert, weil jeder gegen jeden kämpft (negativer Kreislauf). Liebe, Kooperation, Mitgefühl und Helfen bilden einen positiven Kreislauf, der sich unendlich steigern lässt.

 

Evolution hat kein Ziel und kein Ende

Bei jeder Art von Evolution ist das Ende immer offen – es geht immer weiter. Auch die persönliche Evolution geht immer weiter – es gibt immer noch mehr zu lernen und mehr Leute, denen man helfen kann. Deshalb gibt es auf der persönlichen Ebene auch keine absolute Erleuchtung; Erleuchtung ist immer relativ. Und deshalb führt Liebe (die Abwesenheit von Angst, Ego und Glaubenssätzen) auch immer zu Bescheidenheit. Sobald man meint, man sei erleuchtet, wird man eingebildet. Erst stagniert die persönliche Evolution, und dann man macht Rückschritte. Da Bewusstseinsevolution (genau wie biologische Evolution) kein Ziel hat, gibt keine persönliche Perfektion, genau wie es keine Perfektion in der biologischen Evolution gibt.

Insofern sind wir Spieler in einem ewigen Spiel des Lernens und der Evolution unserer Bewusstseinsqualität. Es gibt keinen Zeitdruck – jeder spielt, so gut er kann, und hat dafür alle Zeit, die er braucht. Wenn jemand so viele schlechte Entscheidungen trifft, dass er immer weiter Rückschritte macht, fühlt er sich nach vielen Spielrunden irgendwann so miserabel, dass er einsieht, dass er auf dem falschen Weg ist. Am Anfang scheint alles schwer und mühsam zu sein. Doch das Gute ist: je mehr man lernt, desto einfacher wird es, mehr zu lernen. Und je mehr man sich zur Liebe entwickelt, desto einfacher wird es, mehr Entscheidungen im Sinne der Liebe zu treffen, und desto zufriedener und erfüllter wird man.

Diese Seite beinhaltet eine Sammlung von Videos und schriftlichem Material bezüglich der Behauptung von Physiker Thomas Campbell, dass wir alle in einer virtuellen Realität leben. Tom schlägt eine Reihe von Physikexperimenten vor, über deren Ergebnisse geklärt werden könnte, ob wir wirklich alle in einer riesigen Simulation leben.


Update vom April 2019: In dem folgenden kurzen Updatevideo spricht Tom über den aktuelle Stand bezüglich der Physikexperimente. Momentan gibt es noch Bedenken seitens der Universität, die Experimente per Video zu dokumentieren und dies auf Youtube zu veröffentlichen, da dies nicht der normalen wissenschaftlichen Vorgehensweise entspricht. Tom möchte aber gerne eine möglichst gute Dokumentation, dadurch kommt es aktuell zu Verzögerungen. Außerdem wurde inzwischen eine zweite Gruppe von Wissenschaftlern identifiziert, die ebenfalls bereit wäre, an Tom's Experimenten zu arbeiten. Hier das englische Video mit allen Infos zu (Der Teil zu den Experimenten beginnt bei 2:25):

 

Update vom Februar 2019: In einem Interview, das ich mit Tom und Jim Elvidge vor Kurzem geführt habe, hat Tom bekanntgegeben, dass ein Physikprofessor gemeinsam mit einigen wissenschaftlichen Mitarbeitern einen Teil von Tom's Physikexperimenten durchführen wird. Die genaue Universität wird bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse nicht genannt werden, damit die Forschung erstmal in Ruhe durchgeführt werden kann. Tom rechnet zwischen April und Juni 2019 mit ersten Ergebnissen und sobald etwas darüber bekannt gegeben wird, werde ich es hier ergänzen.


Ein kurzes 13-minütiges Video, in dem Tom die grundsätzlichen Ideen hinter den Experimenten erklärt:

 

 

 

Ein 1-stündiges Video in dem die Experimente etwas ausführlicher erklärt werden (leider nur auf Englisch verfügbar):

 

 

 

Eine 4-Stunden-Version des Workshops in Los Angeles, in dem Tom alle Experimente sehr ausführlich erklärt (leider nur auf Englisch verfügbar):

 


Die während des Workshops in Los Angeles gezeigten Folien kann man hier runterladen:

 

Der gesamte Workshop in Los Angeles vom Oktober 2016 ist ebenfalls auf Youtube verfügbar und kann hier angesehen werden:

 

 

Empfohlene Literatur:

Ein Artikel "On Testing the Simulation Theory" (Zum Testen der Simulationstheorie) aus dem
Internationalen Journal of Quantum Foundations (Vol 3, Ausgabe 3, Seite 78-99)

Online Version unter http://www.ijqf.org/archives/4105


Antwort auf Kickstarter-Kritik:

Während der Kickstarter-Kampagne, mit der die vorgeschlagenen Experimente finanziert werden sollen, wurde Kritik an den Experimenten geäußert (Link zum Reddit-Artikel). Tom hat auf diese Kritik in Form einer einstündigen Audiodatei geantwortet, die man sich hier anhören kann:

 

Download der Audiodatei:


Universitäten und Institute: Falls Sie Fragen bezüglich der Durchführung der Experimente haben oder anderweitige Informationen benötigen, können Sie Tom Campbell über eins der folgenden Kontaktformulare (auf Englisch) kontaktieren:

https://www.my-big-toe.com

or

https://www.mbtevents.com

 

Anmerkung: Ich denke, dass praktisch alle Wissenschaftler gut genug Englisch können, um den Kontakt direkt selber herzustellen. Notfalls kann man mir auch eine Email auf Deutsch schicken (Email steht im Impressum). Bitte in diesem Fall möglichst kurz halten, weil ich das dann alles für Tom auf Englisch übersetzen muss...



Weiterführende Informationen:

 

An dieser Stelle habe ich noch drei weitere Videos eingebunden, die sich mit Tom's Erklärungsansatz "traditioneller" quantenphysikalischer Experimente bzw. unserer physischen Realität beschäftigen. Diese Videos beziehen sich also NICHT auf Tom's eigene Experimente und sollen nur dazu dienen, Interessierten ein besseres Verständnis von Tom's Theorie zu ermöglichen:

 

1. Wheeler-Experiment zum virtuellen Realitätsmodell

 

 

2. Ein Einführungsvideo zum Doppelspaltexperiment mit einer Interpretation der Ergebnisse basierend auf Tom Campbell's Erklärungsansatz:

 

 

3. Physische Realitätsmodelle

 

One World Family Days - Podiumsvortrags von Thomas Campbell, 13. September 2013, Stuttgart

 

Es gibt die englische Fassung dieses Vortrags als Videomitschnitt der Veranstaltung:

 

Deutsche Übersetzung als Text:

(Hier wurde das von Tom vorbereitete Manuskript übersetzt - es ist keine 1:1 Übersetzung des eingebundenen Videos)

Danke Thomas und Richard und vielen Dank an die Organisatoren des Symposiums. Es ist mir eine Ehre als Hauptredner auf dieser außerordentlich wichtigen und tiefgründigen Veranstaltung eingeladen zu sein. Das Thema meines Vortrages ist „Physik, Metaphysik und die Entwicklung von Bewusstsein in Richtung einer ganzen Weltfamilie“.

Bevor ich argumentieren kann, dass die Schaffung einer Weltfamilie ein grundlegendes evolutionäres Ziel der Menschheit oder sogar eine evolutionäre Unvermeidbarkeit ist, muss ich die Verbindung zwischen Physik, Metaphysik und Bewusstsein erklären, was die Logik und Glaubwürdigkeit zugrunde legt, um das Konzept einer Weltfamilie als evolutionärem Imperativ zu verstehen. Und ich muss das alles in 15 Minuten schaffen. Deshalb muss ich um Entschuldigung bitten, dass ich ablese, aber es ist eine Angelegenheit, die mir so am Herzen liegt, dass ich versucht wäre, tiefer in Details einzusteigen, wenn ich mich nicht exakt an dieses Skript halten würde, so wie es geschrieben ist. Wenn Sie aber meine Vorträge auf YouTube ansehen, werden sie feststellen, dass es mehr als 15 Minuten dauert, um einen guten Überblick über dieses Thema zu bekommen.

In den Frühen 1970er Jahren begann ich zwei scheinbar unvereinbare Karrieren, die schließlich in ein einziges, grundlegendes Verstehen mündeten, das mich unter anderem auf dieses Podium gebracht hat. Aber lassen sie mich am Anfang beginnen. 1972 war ich tagsüber in Vollzeit als technischer Physiker beschäftigt und nachts und während der Wochenenden in Teilzeit als Bewusstseinsforscher. Als Physiker war ich darauf spezialisiert, große, komplexe Systeme in Computermodellen abzubilden. Als Bewusstseinsforscher definierte und erforschte ich veränderte Bewusstseinszustände, die ohne Drogen erreicht werden konnten und untersuchte die Fähigkeiten und Einschränkungen des Bewusstseins. Schließlich war ich dann fähig, diese Studien und Anwendungen von beidem, der Physik und des Bewusstseins in ein übergeordnetes Realitätsmodell zu vereinen. Das Ergebnis dieser Forschung vereinigt die Welt des subjektiven und objektiven Erlebens und erreicht so das Ziel einer vereinten, umfassenden Theorie von allem (Theory Of Everything - TOE), die Metaphysik und Physik in einem wissenschaftlichen Verständnis verbindet. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in Form der Buch-Trilogie „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE) und über 200 YouTube-Videos meiner Workshops, Konferenzen und Interviews veröffentlicht.

Die Trilogie „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE) beinhaltet eine komplette Herleitung von Bewusstsein. Diese Herleitung beginnt mit zwei Annahmen und fährt dann fort, indem sie alle Eigenschaften, Begrenzungen, Bestandteile, Qualitäten und die Mechanik von Bewusstsein und der erweiterten Realität herleitet – was es ist, woher es kommt und wie es funktioniert. Die zwei Grundannahmen sind:

Bewusstsein existiert so, wie wir es erfahren: als ein informationsbasiertes, sich seiner selbst bewussten und sich selbst modifizierendes System und dass Evolution existiert, so wie wir sie erfahren: als einen Prozess natürlicher Auslese – einen Prozess, der über die Zeit als sich selbst modifizierendes System dazu führt, seiner internen und externen Lebenswelt besser gerecht zu werden.

Aus diesen Grundannahmen entfaltet sich der ganze Rest in logischer Folge. Wie sich herausstellt ist Bewusstsein fundamental und alles andere ist davon abgeleitet. Metaphysik (das ist die Ontologie, Epistemologie, Kosmologie und Theologie) und die Konzepte von Gott, Spiritualität, Liebe, Moral und freiem Willen – sowie der menschlichen Bestimmung und des Potentials – werden leicht als logische Konsequenz der „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE), als der Theorie vom Bewusstsein hergeleitet. Genauso wird, was noch überraschender ist, die moderne Physik ebenso als logische Konsequenz von Bewusstsein hergeleitet und dadurch Physik und Metaphysik vereint, als Untermenge eines einzigen übergeordneten Verständnisses von Realität. Viele der großen Probleme und Paradoxa der Physik und der Metaphysik werden einfach und vollständig durch die Anwendung dieser neuen Sichtweise gelöst. Die „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE) Theorie macht genaue Vorhersagen wissenschaftlicher Experimente und bietet neue Vorhersagen, die experimentell beweisbar sind. Sie erklärt Ergebnisse, die von PEAR, dem Princeton Engineering Anomalies Research Labor, über die letzten Jahrzehnte gesammelt wurden. (Das PEAR Institut der Princeton University, New Jersey untersuchte mit wissenschaftlichen Methoden die mögliche Beeinflussung von zufälligen oder maschinengesteuerten Prozessen durch das menschliche Bewusstsein). Sie erklärt, wie der Placebo Effekt funktioniert, was vor dem Urknall war, das sich ausdehnende Universum, wie geistige Absicht die physische Realität beeinflussen kann, den Ursprung, die Natur und die Bestimmung von uns, sowie auch unseres Universums, was passiert wenn wir sterben, warum Lichtgeschwindigkeit konstant ist, auch wenn sich die Lichtquelle bewegt und warum Teilchen Wahrscheinlichkeitsverteilungen sind (was der Schlüssel zur Herleitung der Quantenmechanik ist). Die „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE) Theorie erklärt warum und wie das Doppelspaltexperiment und die Quantenverschränkung funktionieren, wie und warum prekognitive Träume und Fernwahrnehmung funktionieren, sowie eine Menge anderer seit langem bestehender wissenschaftlicher Mysterien. Dieselbe große Theorie von allem, die ein besseres Verstehen der Physik bietet, liefert auch ein besseres Verständnis der Metaphysik. Vieles, was jetzt als paranormal angesehen wird, wird plötzlich einfach normal und man kann eine logische Grundlage erkennen, die der subjektiven und auch der objektiven Erfahrung zugrunde liegt.

Neben all diesen oben genannten Themen erklärt und definiert die große Theorie von allem auch die Liebe, und warum Liebe die Antwort auf die dringlichsten Probleme der Menschheit ist. Sie erklärt auch was jedes Individuum tun kann, um Frieden, Zufriedenheit und Glück in seinem Leben zu finden. Sie beantwortet die Frage: was ist Spiritualität und wie entwickelt man sie? Viele Leser finden die große Theorie von allem lebensverändernd. Es ist ein Werk, das eher gelebt als gelesen werden sollte. Die „Meine große Theorie von allem“ (engl. My Big TOE) Theorie ist gerade dabei, bekannter zu werden. Es ist ein wissenschaftliches Modell, das Jedermann verstehen und persönlich anwenden kann. Das „Mein“ in „Meine große Theorie von allem“ ist nicht ein Ausdruck des Stolzes des Autors, sondern die Tatsache, dass in der subjektiven Welt des Bewusstseins, wenn etwas nicht ihre Erfahrung ist, es auch nicht ihre Wahrheit sein kann.

Was hat das Ganze mit der „One World Family – Sei der Wandel“ zu tun? ALLES!

Entsprechend dieser Theorie ist Bewusstsein (das erweiterte Bewusstseinssystem) die Quelle, der Kern, der Schöpfer von allem. Realitätsrahmen (wie unser Universum oder unsere Träume) werden durch Information erschaffen. Bewusstsein ist ein Informationssystem. Informationsysteme entwickeln sich, indem sie ihre Entropie senken (ihre sinnvollen Inhalte steigern). Und unser Universum ist eine computeranimierte virtuelle Realität – ein experimenteller Entropiereduzierungstrainer, um der Entwicklung von Bewusstsein zu dienen. Untermengen (oder Zellen) von Bewusstsein, sogenannte individualisierte Bewusstseinseinheiten (das bist Du und ich), entwickeln unser individuelle Untermenge an Bewusstsein (und helfen so das Ganze weiter zu entwickeln), indem sie innerhalb des Zusammenhanges unserer interaktiven Erfahrungen mit freiem Willen eine Wahl treffen und indem sie von den Rückmeldungen lernen, welche von den Ergebnissen dieser Wahl generiert werden. Die optimale Interaktion, um eine positive Evolution zu erreichen, ist kooperativ, mitfühlend und liebevoll. Liebe kümmert sich um andere, das Gegenteil ist Angst und diese ist selbstbezogen. Wir sind individualisierte Einheiten von Bewusstsein und interagieren innerhalb eines virtuellen Realitätsuniversums, um die Qualität unseres Bewusstseins zu entwickeln. Das ist unsere Bestimmung. Deshalb interagieren bewusste Entitäten wie wir innerhalb dieser virtuellen Realität. Wir sind hier in diesem Entropiereduzierungs-, Bewusstseinsentwicklungs-, virtuellem Realitätstrainer um Liebe zu werden, zu lernen wie man kooperiert, um Angst, Ego-Glaubenssätze und Erwartungen zu reduzieren und um die Entropie unseres Bewusstseins zu reduzieren, indem wir experimentell auf Basis des freien Willens aus dem begrenzten Satz unseres Entscheidungsspielraumes auswählen.

Nun, aus der Perspektive einer übergeordneten Sichtweise, die gerade gezeichnet wurde und aus dem Verständnis, dass die Entwicklung von Bewusstsein unser grundsätzlicher Sinn ist, lassen Sie uns einen Blick auf die Muster unserer physischen und geistigen Entwicklung werfen:

a) Stellen Sie sich zuerst eine biologische Zelle vor - sehr eingeschränkte Wahlmöglichkeiten und dadurch sehr beschränkt in ihrer Entwicklung. Eine der sinnvollsten Dinge, die sie machen kann ist, sich in zwei zu teilen und dadurch eine größere Ansammlung einzelner Zellen zu schaffen, mit denen sie interagieren kann. Die Frage ist: was macht eine optimale Interaktion aus? Die Antwort: zusammenkommen und einen mehrzelligen Organismus formen, eine kooperative, interaktive Struktur, welche die Komplexität, Effizienz und das Potential des Systems erhöht und die Entropie des Systems senkt.

Um einen mehrzelligen Organismus zu erschaffen mussten die Zellen sich dazu entwickeln zu kooperieren, um dadurch ein größeres, effizienteres System, oder anders gesagt, ein effizienteres Wesen zu schaffen (das System wird zum Wesen, wenn es seinen eigenen, einzigartigen, endlichen Entscheidungsrahmen entwickelt).

b) Als Nächstes stellen Sie sich bitte eine Spezialisierung der Zellen vor, wo kooperierende Gruppen von multiplen Zellstrukturen zu Organen innerhalb eines größeren, effizienteren, fähigeren Wesens mit niedrigerer Entropie wurden.

c) Stellen sie sich bitte nun vor, dass diese kooperativen, vielzelligen, spezialisierten Strukturen zu Fischen, Fröschen, Hunden und Menschen werden. Sehen sie den Trend? Sehen sie das sich wiederholende Prozessfraktal als Wesen dieser Realität? Auf jeder Stufe unserer Evolution entwickeln die fähigsten individuellen Player die Qualität ihrer Interaktion mit anderen bis zu dem Punkt, an dem sie einen größeren, komplexeren Organismus mit niedrigerer Entropie formen. Dann – auf ein Neues – entwickelt der komplexere Organismus mit niedrigerer Entropie seine Stufe der Interaktion weiter, um schließlich eine noch weiter entwickelte Entität zu schaffen, die mit Anderen seiner Art auf einem nächsten höheren Level der sozialen Organisation interagiert – was wieder zu einem Teil von etwas mit noch größerem Potential und niedrigerer Entropie, als die seiner einzelnen Mitglieder, wird.

Sehen Sie nun den Weg, den unsere physische Evolution uns im Dienste der Bewusstseinsentwicklung vorgegeben hat? Besitzen Sie genügend Selbstüberschätzung um zu glauben, nicht Teil dieses Musters zu sein?

Es ist klar, die Aufgabe, die der Menschheit gesetzt wurde, ist eine kooperativere, fürsorglichere und mitfühlendere Interaktion mit sich selbst, mit anderen Spezies und mit der Erde selbst zu entwickeln, um ein größeres effizienteres System zu werden – die One World Family! Das ist nicht einfach nur Wunschdenken. Ich habe heute nicht die Zeit, die logische Herleitung zu erklären, aber das Konzept der One World Family ist die logische Konsequenz einer höheren Stufe, einer vollständigeren Physik eines übergeordneten Modells von Realität und Bewusstsein, welche unser gegenwärtiges kleines Bild der Physik und Realität subsumiert. Kooperation und Fürsorge erzeugt Synergien. Sie schaffen etwas Größeres, als die Summe seiner Teile. Kooperation beinhaltet bestimmte Einschränkungen, aber diese Beschränkungen werden nie den kooperierenden Individuen auferlegt. Manche meinen auf Basis ihrer Ängste und Glaubenssätze, dass Kooperation notwendigerweise persönliche Freiheit einschränkt. Stattdessen wird ein Überfluss an neuen Möglichkeiten und neuen Dimensionen auf der persönlichen Ebene generiert, die eine nützlichere, gewinnbringendere Erfahrung für alle ist. Effizienz, Werte und Funktionalität werden sowohl für die Individuen, als auch für das kooperative Ganze optimiert.

Was ist dieser fundamentale Antrieb, dieser Drang einer Kooperative, füreinander zu sorgen und zusammen zu kommen? Es repräsentiert einen Vektor des evolutionären Fortschrittes innerhalb eines sich entwickelnden Bewusstseinssystems – wir fühlen es als einen angeborenen Impuls, sich weg zu bewegen von einer beschränkten, wettbewerbsgeprägten Existenz zu einer freieren, erweiterten, kooperativen Existenz. Von einer Selbstbezogenheit hin zu einer auf andere bezogenen Lebensweise, die sich wegbewegt von Angst, Ego-Glauben und Erwartungen hin zu einer liebevollen Lebensweise. Dieser Prozess wurde spirituelles Wachstum, die Steigerung der Qualität (oder Senkung der Entropie) des Bewusstseins und erwachsen werden genannt. Die erweiterte Sichtweise innerhalb der erweiterten Realität des Bewusstseins drückt unsere Einheit mit allen Wesen innerhalb des größeren Bewusstseinssystems aus.

In menschlicher Terminologie ist „auf andere bezogen“ die definierende Charakteristik von Liebe. Jede Zelle (und hier verwende ich ein erweitertes, allgemeineres Konzept des Wortes Zelle, das Dich und mich beinhaltet) ist ein freier Vertreter innerhalb seines Entscheidungsrahmens und dieser Entscheidungsrahmen wächst mit Kooperation. Jede Zelle macht was sie macht, weil sie wählt was sie tut, nicht weil sie dazu gezwungen wurde. In einem kooperativen System wird keine Zelle dazu gezwungen, eine bestimmte Wahl zu treffen. Jeder individuelle Teilnehmer einer Gruppe hat immer seinen freien Willen, um zwischen den Möglichkeiten zu wählen, die innerhalb seines erweiterten Entscheidungsspielraumes liegen. Leider finden es die meisten von uns nahezu unmöglich, sich einen sozialen Zustand der Kooperation, des Mitgefühls und der Liebe vorzustellen. Wir können uns nur eine wettbewerbsgeprägte, individuelle Freiheit vorstellen, die sich durch Mangel und Konflikte definiert, welche Kategorien unserer Angst und unseres Ego sind. Warum? Weil wir uns und unsere Beziehungen in Kategorien unserer Angst und unseres Egos definieren. Menschen haben Angst, gezwungen, genötigt oder unterdrückt zu werden, weil Macht, Nötigung und Druck (Manipulation und aufgezwungene äußere Anforderungen aller Art) alles ist, was wir kennen, und was noch schlimmer ist, dies alles ist ein großer Teil dessen, was und wer wir sind. Angst wird dann notwendigerweise der Antrieb von Dir und Deiner Realität, wenn Du nicht innerhalb einer Gemeinschaft interagierst, die kooperiert, fürsorglich und liebevoll ist. Angst zerfrisst Vertrauen. Ohne Vertrauen ist Zusammenarbeit unmöglich. Ohne Kooperation stehen wir in unserer Angst alleine da.

Wenn biologische Zellen aufhören zu kooperieren, wenn sie nicht effizient zusammenarbeiten oder wenn von außen in sie eingedrungen wird oder sie in andere eindringen nennen wir das Krankheit. Wenn biologische Zellen gierig werden, oder ihre eigenen nicht kooperativen Imperien innerhalb eines kooperativen Körpers bilden, oder wenn sie mehr verbrauchen als sie beitragen, dann nennen wir das Krebs. Das selbe kann auf „Menschenzellen“ innerhalb unserer sozialen Systeme angewendet werden. Wir müssen erwachsen werden um unser Bewusstsein zu entwickeln, um die „Zellen“ innerhalb eines kooperativen, fürsorglichen, mitfühlenden, harmonischen Organismus zu werden der schließlich unsere evolutionäre Bestimmung werden wird. Die Bakterien, dann primitive mehrzellige Wesen, dann die komplexen Kreaturen mit spezialisierten Organen, brauchten etwa eine Milliarde Jahre zufälliger Mutationen und Versuch und Irrtum der natürlichen Auslese um ihre Entropie zu reduzieren, ihre Effizienz zu verbessern und sich zu erfolgreicheren Stufen der Kooperation zu entwickeln. Es war ein sehr langsamer Prozess.

Weil Menschen viel schlauer und bewusster als Bakterien oder Amöben sind. Müssen wir nicht auf zufällige Mutationen warten. Stattdessen können wir denken und planen und unsere Zukunft kreieren. Und als Ergebnis beginnen wir, nach nur ein paar Millionen Jahren, immer mehr Symposien und Konferenzen wie diese zu erleben und kooperative mitfühlende Projekte (so wie sie heute diskutiert werden) die darauf abzielen eine globale und individuelle Kooperation, Fürsorge und Mitgefühl zu unterstützen. Das ist die gute Nachricht. Ich glaube dass wir als Spezies beginnen unsere evolutionären Notwendigkeiten aufzugreifen, dass wir beginnen unsere Aufgabe zu verstehen und schließlich ein paar unsichere Schritte in Richtung der Verwirklichung unserer evolutionären Bestimmung eine One World Family zu werden unternehmen.

Was sie heute sehen ist der Beweis, dass sie lange erwartete und wohl unvermeidbare Entwicklung der Menschheit in eine One World Family lebt und dass es ihr gut geht, sie an Dynamik gewinnt und dass es eine große Menge an Unterstützern so wie Sie gibt. Es ist eine Tatsache, dass jede signifikante Veränderung auf der individuellen Ebene verwirklicht werden muss. Was können also sie als Individuum tun um diese umfassende evolutionäre Metamorphose zu verwirklichen? Wie können sie von einem Teil des Problems zu einem Teil der Lösung werden? Gandhi hat das am besten gesagt: „Sei der Wandel den du in der Welt sehen möchtest."

Danke!


Diese schriftliche Übersetzung dieses Vortrags stammt von Thomas Hasenberger, der auch im Jahr 2013 Band 1 der My Big TOE Triologie ins Deutsche übersetzt hat. Thomas ist ebenfalls deutscher Trainer des Monroe-Instituts. Mehr Informationen findet man auf seiner Webseite: http://www.thomashasenberger.com


Es gibt auch einen deutschen Podcast zu dieser Veranstaltung, in dem der oben stehende Vortrag von Tom auf deutsch vorgelesen wird:

https://www.podomatic.com/podcasts/leben/episodes/2013-09-15T13_30_48-07_00


Einige Bilder von der Veranstaltung:

Dies ist Auma Obama - die Schwester vom früheren US-Präsident Barack Obama - wie sie Tom seinen OneWorldFamily Preis übergibt:

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Hier ein paar Bilder von Tom beim Abendessen. Neben ihm sitzt seine Frau Pamela, auf der anderen Seite sitzen Ervin Laszlo und Manfred Max-Neef:

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Sammlung von Links zu Tom Campbell und seiner My Big TOE Theorie:

 

Tom's eigene (englische) Webseite: https://www.my-big-toe.com

Tom's Wiki: https://wiki.my-big-toe.com

Tom's Forum: https://www.my-big-toe.com/forums/index.php

Tom's Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/twcjr44/

Tom's gemeinnütziges Zentrum zur Vereinigung von Wissenschaft und Bewusstsein: https://cusac.org

  • Das Zentrum ist in den USA als gemeinnützige 501(c)(3) Organisation anerkannt und verwaltet die durchs Crowdfunding gesammelten Gelder

 

Tom's zukünftige Vorträge und Workshops: https://www.mbtevents.com/future-events.html

 

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Monroe Institut: https://www.monroeinstitute.org

My Big TOE (Meine große Theorie von allem) ist eine Buch-Triologie von Autor Tom Campbell. Die Bücher behandeln metaphysische Themen und stellen Ideen vor, die zu einem besseren Gesamtbildverständnis und einem Paradigmenwechsel beitragen sollen. Auf diesem Weg sollen Antworten auf zahlreiche offene wissenschaftliche Fragen geliefert werden.

My Big TOE ist als wissenschaftlicher Text und im Einklang mit den wissenschaftlichen Prinzipien zur Entdeckung und Erforschung neuen Wissens geschrieben. Die Inhalte werden dabei auf eine Weise präsentiert, die für alle Leser geeignet ist und kein mathematisches oder wissenschaftliches Fachwissen erfordert.

My Big TOE basiert auf dem Verständnis, dass die von uns erlebte Realität auf Bewusstsein basiert und dass wir in einer nicht-physischen subjektiven Realität leben und nicht in einer objektiven physischen Realität. Unsere Welt als virtuelle Realität anstelle einer externen, physischen, objektiven Realität anzusehen, stellt die Glaubenssätze der konventionellen westlichen Mainstream-Wissenschaft in Frage. Die My Big TOE Theorie erweitert dieses Konzept um die Existenz multipler virtueller Realitäten in denen wir gleichzeitig existieren. Unsere physische materie-basierte Realität (PMR) ist nicht mehr als ein Regelsatz von Beschränkungen (die bekannten physischen Gesetze) über den die Informationen, die wir über unsere Realität erhalten, limitiert werden und diese Informationen wiederum interpretieren wir dann als physisch.

Diese Theorie von allem liefert auch ein Modell-Verständnis des größeren Bewusstseinssystems (LCS) in dem sich alles befindet, was existiert und das die fundamentale Basis der gesamten Realität bildet. Prinzipiell werden durch dieses neue Paradigma Konzepte und Erfahrungen verständlich erklärt, die bisher als paranormal oder PSI angesehen werden. Dies schließt auch Erfahrungen ein wie den Plazboeffekt, Quantenverschränkung, Vorahnung, außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse, Kommunikation mit Verstorbenen und auch Träume - speziell luzide Träume.

Das neue Paradigma erweitert auch unser Verständnis von alten Konzepten und Erfahrungen wie dem Schamanismus und erklärt ihn in heute verständlicher Sprache. Das Paradigma erklärt ebenfalls die Konzepte und Erfahrungen alter Mystiker und Metaphysiker wie dem vedische Konzept von Indra's Netz in für uns verständlichen Worten als ein Konzept, dass parallel zu und im Einklang mit My Big TOE existiert. Das neue Paradigma macht ebenfalls die Botschaft des Buddha von Realität als Illusion verständlich, was völlig im Einklang mit dem virtuellen Realitätskonzept von Thomas Campbell steht.

Dieser Paradigmenwechsel hat in den letzten Jahren zunehmend mehr Anerkennung gefunden, speziell in den Bereichen digitaler Physik und Quantenmechanik, in denen ebenfalls die Frage nach der fundamentalen Basis der physischen Realität und der Rolle von Bewusstsein in unserer Realität seit etwas 100 Jahren gestellt wird. Die My Big TOE Theorie liefert ein besseres Modell durch das sich Quantenmechanik und Realitivitätstheorie erklären lassen - analog der Erweiterung des früheren Flache-Erde-Modells zum Modell der Erde als Globus in einem Plantensystem.

Tom Campbell steht mit seiner MBT-Theorie, in die sich all diese neuentwickelten Ideen integrieren lassen, an vorderster Stelle dieser Bewegung. Er stellt seine Theorie durch Interviews und Vorträge vor, von denen man einige auf dieser Webseite findet. Tom's Bücher sind im Buchhandel erhältlich und die englische Fassung seiner MBT-Triologie findet man vollständig auf Google-Books.

15 mbt einsichten

 

 

In dieser PDF-Datei stellt Tom Campbell 15 wesentlichen Einsichten vor, zu denen er im Laufe seines Lebens basierend auf seinen Bewusstseinsexperimenten gekommen ist und welche die Grundlage für seine MyBigTOE-Triologie darstellen.

 

Dieser Text ist eine Abschrift der Matrixwissen-Übersetzung eines Videointerviews mit Tom.

 

Um die Datei herunterzuladen, einfach mit rechter Maustaste auf diesen Link klicken und dann "Ziel speichern unter" auswählen. Um sich die Datei einfach nur anzusehen, mit der linken Maustaste auf das Titelbild links neben diesem Text klicken.

 

Die oben verlinkte Datei ist die "Doppelseiten"-Version, wer lieber ein PDF mit 16 Einzelseiten herunterladen will, finden es unter diesem Link.

 

Weiterhin wurde die deutsche Synchronfassung des Videos eingebunden, in dem Tom seine 15 Einsichten vorstellt:

 

 

Dieser Text ist auch als deutsches PDF zum Download verfügbar:

Von der englischen Fassung dieses Dokuments gibt es eine aktualisierte Fassung mit 17 Definitionen - die hier übersetzte ältere Version umfasst nur 14 Definitionen:


Da viele der Definitionen auf dieser Liste eng miteinander zusammenhängen, enthalten die Definitionen Wörter oder Konzepte, die an einer anderen Stelle der Liste genauer erklärt werden. Daher ist die Liste einmal komplett durchzulesen, um sich das Wissen zum Verstehen der Liste anzueignen.

1. Bewusstheit (engl. Awareness) ist das Wissen und die Wahrnehmung von Selbst und dem was nicht zum Selbst gehört. Bewusstheit ist Wahrnehmen, Anwendung und Verstehen der eigenen Existenz und dessen, was über die eigene Existenz hinausgeht. Bewusstheit ist in der Lage Erfahrungen zu machen. Bewusstheit im Sinne von Wahrnehmen benötigt Information als Eingangsgröße. Bewusstheit als Wissen benötigt Erinnerung (sonst würde jeder Moment als der erste Moment wahrgenommen) – außerdem ist eine rudimentäre Form von Verarbeitung notwendig, um Wahrnehmungen in Wissen zu überführen. Bewusstheit kann nur innerhalb eines Informationssystems verwirklicht werden – also ein System, welches Informationen als Eingangsgröße hat und über Speicher und Verarbeitungskapazität verfügt. Speicherung impliziert die Annahme, dass Zeit existiert.

2. Wille (engl. Will) ist Bewusstheit, die auf die Erreichung eines spezifischen Ziels gerichtet ist. Das Definieren und Erreichen eines Ziels erfordert sowohl Entscheidungen als auch Veränderung, was die Annahme impliziter Zeit umfasst (bevor, während und nachdem das Ziel erreicht wurde oder Entscheidungen getroffen wurden – wodurch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft definiert werden). Eine weitere Annahme stellt die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung dar (sonst wäre Bewusstheit etwas Statisches könnte sich nicht weiterentwickeln). Wille kann nur innerhalb eines Informationssystem verwirklicht werden (Ein System, das Informationen zur Verfügung stellt, das dynamische – zeit-basierte – Verarbeitung ermöglicht, das über einen Speicher verfügt (dieser wird zur Verarbeitung benötigt) und das über einen Zweck verfügt (dieser wird benötigt, um ein bedeutungsvolles Ziel zu entwickeln – z.B. die Reduzierung von Entropie zur Weiterentwicklung). Der Abstand zum Ziel und die Auswirkungen vergangener Entscheidungen auf diesen Abstand sind Informations-Output, der den Informations-Input für die nächste Iteration von Verarbeitung und Auswahl bildet. Um ein Ziel erfolgreich zu erreichen, bedarf es der Weiterentwicklung eines iterativen Prozesses – der auch als Lernen bezeichnet wird.

Absicht (engl. Intent) ist der Ausdruck aktiven Willens innerhalb von Bewusstsein, um ein angestrebtes Ziel durch zweckmäßige Entscheidungen zu erreichen. Wille beantwortet die Frage „Was?“ und liefert das Ziel. Absicht beantwortet die Frage „Wie?“ und liefert die Idee (Plan, Prozess, Vision oder Konzeptualisierung), wie eine bestimmte Entscheidung das System näher in Richtung Ziel bewegt. Daher beinhaltet Absicht den Antrieb, die Motivation, den Anreiz, den Impuls oder den Grund hinter einer Entscheidung oder Handlung. Moral ist dabei ein Teil der Absicht auf der Seinsebene und nicht Teil der Entscheidung.

Eine Entscheidung zu treffen, führt zu Veränderungen im System (was es hoffentlich in Richtung des Ziels bewegt). Der Zweck des Systems definiert sein generelles Gesamtziel (Entropiereduzierung), aber dabei gibt es viele spezifische Unterziele, die über Wille und Absicht das System in kleinen Schritten (durch dynamische Iteration) in Richtung seiner Bestimmung bewegen.

Wille und Absicht sind Ausdrucksformen von Bewusstsein, sie sind verankert im gesamten Bewusstsein, nicht nur im intellektuellen Teil.

3. Bewusstsein (engl. Consciousness / mind) ist eine sich entwickelnde Bewusstheit, die Wille und Absicht dazu verwendet, um seine eigene Weiterentwicklung zu ermöglichen. Eine Bewusstheit, die absichtliche, bewusste Entscheidungen trifft, wird Bewusstsein genannt. Um Wille und Absicht auf wirksame Weise im Sinne der Weiterentwicklung zu nutzen, benötigt Bewusstsein Eingangsdaten (von einem internen und/oder externen Umfeld), Speicher, die Fähigkeit Informationen zu verarbeiten und eine Bestimmung. Der Wille des Bewusstseins ist immer frei, Entscheidungen zu treffen, die sich in seinem Entscheidungsraum befinden. Bewusstsein hat immer Wahlmöglichkeiten, denn es kann nicht ohne Wahlmöglichkeiten sein und gleichzeitig über freien Willen verfügen. Bewusstsein und freier Wille (mit einem begrenzen Entscheidungsraum) bedingen sich gegenseitig, um beide existieren zu können. Bewusstsein kann nur in einem Informationssystem realisiert werden, das über Speicher, Verarbeitungskapazität und die Fähigkeit zur Veränderung – über auf freiem Willen basierenden Entscheidungen – verfügt, um darüber seine eigene Weiterentwicklung und seine Bestimmung zu verwirklichen. Informationssysteme entwickeln sich durch Reduzierung ihrer Entropie weiter (wodurch sie nützliche neue Informationen erzeugen). Entropie wird langfristig gesehen am effizientesten reduziert, wenn Wille und Absicht auf eine Weise angewendet werden, die zu Entscheidungen führt, welche das System in Richtung seiner Bestimmung weiterentwickeln. Innerhalb von Bewusstsein wird der praktische Wert (Qualität) einer Entscheidung und der moralische Wert einer Absicht darüber definiert, ob sie zu einer höheren oder niedrigeren Entropie im Gesamtsystem führen.

Ein typisches – allerdings dysfunktionelles – Bewusstsein arbeitet auf zwei unterschiedlichen Ebenen: Der Ebene des Intellekts und der Ebene des Seins.

[Anmerkung: Die Fokussierung darauf ein bestimmtes Ziel aus einer Vielzahl möglicher Ziele zu erreichen (die eventuell auch hierarchisch strukturiert sind), erfordert die fokussierte Bewertung einer Entwicklungsrichtung (Wille) und einer klaren Absicht (Vision und Plan), die zusammen eine bestimmte Entscheidung nahelegen. Entscheidungen erfordern die Fähigkeit sich an frühere Entscheidungen erinnern zu können, Verarbeitungsfähigkeit (um Resultate früherer Entscheidungen vergleichen zu können, um daraus zu lernen) und eine Bestimmung (ein Kriterium über das der Wert von Entscheidungen verglichen werden kann). Veränderung (die sich durch die Entscheidungen ergibt) trägt die implizite Annahme von Zeit in sich – was zu einem dynamischen Leben führt. Ist eine Entscheidung getroffen, so ist diese nicht mehr veränderbar und führt entweder zur Weiterentwicklung (positive Entwicklung entspricht zu Zuständen niedriger Entropie) oder zu einer Rückentwicklung (zu Zuständen höherer Entropie) des Seinszustands.

Eine gute Entscheidung (im Gegensatz zu einer schlechten) bewegt das Bewusstseinssystem in Richtung niedrigerer Entropie (positive Weiterentwicklung in Richtung Liebe). Eine moralische (qualitativ höhere oder liebes-basierte) Absicht drückt sich durch eine gute Entscheidung aus, welche die Qualität der Person und des Gesamtsystems durch Entropiereduktion verbessert. Wille und Absicht sind Eigenschaften einer individuellen Bewusstseinseinheit und nicht einfach Schöpfungen des Intellekts.]

4. Evolution / Weiterentwicklung (engl. Evolution) steht für den Prozess zunehmender Komplexität, der normalerweise beginnt, wenn es in einem System mit Entwicklungspotenzial genügend Freiheitsgrade gibt, was durch zufällige Veränderungen zur Erzeugung von überlebensfähiger Strukturen (wie einer Zelle) führt, die dann zu komplexeren Strukturen (wie mehrzelligen Wesen), die aus vielen interaktiven Basisstrukturen bestehen, während der natürliche Selektionsprozess der Evolution voranschreitet. Weiterhin führt Evolution zu funktioneller Spezialisierung mehrzelliger Wesen. In Systemen mit vielen komplexen Entwicklungsmöglichkeiten steuert und ermutigt Evolution Veränderung (durch natürliche Selektion), welche zu profitableren Seinszuständen führt (Konfigurationen mit geringerer Entropie).

[Anmerkung: Die Existenz der Evolution als natürlicher Prozess ist eine der zwei Grundannahmen der MBT-Theorie. Die zweite Annahme ist, dass Bewusstheit, Wille, Absicht und Bewusstsein sich in einem Informationssystem mit ausreichendem Entwicklungspotenzial alle gemeinsam entwickeln bzw. hervortreten. Wir beobachten täglich Evolutionsprozesse und wir verfügen über Bewusstsein, somit muss Evolution als Prozess existieren und dabei hat sich Bewusstsein entwickelt. Ein ursprünglich primitives Informationssystem, das nur zwischen zwei Zuständen unterscheiden kann, ist die einfachste überschaubarste Form eines Systems, welches über das Potenzial verfügt sich zu dem zu entwicklen, was wir Bewusstsein nennen. Occam‘s Ökonomieprinzip schlägt vor, stets von den wenigsten und einfachsten Annahmen auszugehen und genau das haben wir hiermit gemacht.]

5. Entscheidungsraum (engl. Decision space) repräsentiert alle Entscheidungsoptionen, die einem (sowohl auf intellektueller Ebene als auch auf Seinsebene) zum jeweiligen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Dies schließt somit alle Optionen aus, die zwar theoretisch möglich wären, aber über die man sich gegenwärtig nicht bewusst ist. Um bewusst zu sein, muss man über einen begrenzen Entscheidungsraum verfügen. Bei jeden Menschen umfasst der Entscheidungsraum miteinander konkurrierende Optionen, die sich durch die treibenden Kräfte hinter allen Entscheidungen ergeben: Wille, Absicht, Intellekt, Ego, Glaubenssätze, Bewusstseinsqualität, Einstellungen, Emotionen und Gefühle – alle gemeinsam befinden sich in einer siedenden Suppe aus Angst und Liebe. Diese treibenden Kräfte hinter den Entscheidungen jeder Bewusstseinseinheit bestimmen, wie sie alle über den Datenstrom auf sie einströmenden Informationen interpretiert und wieso sie sich basierend auf dieser Interpretation für bestimmte Reaktionen entscheidet. Das Treffen von Entscheidungen fundamentaler Bestandteil jedes bewussten Wesens. Wenn die Möglichkeit zur Entscheidung eliminiert wird, ist das Wesen nicht länger bewusst.

Wille (Ziele), Absichten und Entscheidungen sind nicht ausschließlich auf der Ebene des Intellekts angesiedelt. Intellekt und Seinsebene arbeiten in jedem normalen Individuum zusammen, um dadurch Ziele, Absichten und Entscheidungen zu erreichen – jedoch kann einer der beiden Aspekte dabei dominieren. Es kann vorkommen, dass jemand die persönliche Verantwortung für eine Entscheidung nicht übernimmt oder andere dafür verantwortlich macht, aber die Entscheidung jedes Individuums etwas zu tun oder nicht zu tun bleibt seine eigene Entscheidung. Auch sich nicht zu entscheiden, bedeutet eine Entscheidung zu treffen. Eine einmal getroffene Entscheidung verändert in der Regel die Größe und den Inhalt des Entscheidungsraums, aus dem heraus sie getroffen wurde. Außerdem werden dadurch die Entscheidungsräume anderer Individuuen verändert, die mit dem Entscheider interagieren. Bewusstsein ist ein interaktives Multiplayer-Spiel.

6. Freier Wille (engl. Free will) ist die Fähigkeit einer Bewusstheit aus ihrem verfügbaren Entscheidungsraum eine Entscheidungsoption auszuwählen oder dies nicht zu tun. Eine Entscheidung des freien Willens basiert auf dem gesamten Bewusstsein des Individuums, nicht nur auf dem intellektuellen Teil eines dysfunktionellen Bewusstseins.

7. Die intellektuelle Ebene (engl. Intellectual level) spiegelt wider, was Sie denken. Als Sitz des Intellekts repräsentiert diese Ebene als wer und was Sie gerne gesehen würden und was Sie über andere in Bezug auf sich selbst denken. Die intellektuelle Ebene repräsentiert welches Bild Sie von sich selbst und dem Rest der Welt haben. Die Ebene ist bewusst und verarbeitet Informationen, sie bewertet, analysiert, urteilt, entwickelt Vorstellungen und Pläne, wobei dies stets auf eine Weise erfolgt, die (aus Sicht anderer Personen) als rational und vernünftig begründet werden kann. Sie kann intellektuelles Wissen, Liebe, Angst, Ego, Erwartungen und Glaubenssätze umfassen und von diesen Faktoren getrieben sein – wobei sie Schmerz oder Freude empfinden kann. Sie trifft Entscheidungen und drückt Willen und Absicht auf der intellektuellen Ebene aus. Sie neigt dazu, die Welt als Anordnung und Sequenz kleiner Bild wahrzunehmen und sie repräsentiert die linke Gehirnhälfte.

Die intellektuelle Ebene ist sich normalerweise nicht darüber bewusst, welche Prozesse auf der Seinsebene ablaufen, obwohl sie diese Prozesse in erheblichem Maße widerspiegelt und zu rechtfertigen versucht. Der Intellekt verwendet das Ego und Glaubenssätze, um darüber Ängste zu kompensieren.

Wenn Sie die intellektuelle Ebene über Lern- und Wachstumsprozesse verändern, erweitern Sie durch eine größere Bewusstheit Ihren Entscheidungsraum und entwickeln ein neues Bild von sich selbst und anderen. Dabei verändern Sie nicht notwendigerweise die Qualität ihres Bewusstseins, es sei denn, die Veränderung auf intellektueller Ebene wird verinnerlicht und führt darüber zu Veränderung auf der Seinsebene. Die Weiterentwicklung von Bewusstsein muss auf der Seinsebene erfolgen. Intellektuelles Wissen allein kann die Qualität Ihres Bewusstseins nicht erhöhen. Um sich auf fundamentaler Ebene weiterzuentwickeln, muss man verändern, wer und was man ist. Es reicht dabei nicht aus, das Denken darüber, wer man ist und wer man gerne sein würde oder sein Wissen über die Welt zu verändern.

8. Die Seinsebene (engl. Being level) reflektiert, wer und was man durch und durch ist. Als Sitz von Emotion und Intuition fühlt die Seinsebene und empfindet Empathie. Sie ist bewusst und verarbeitet Informationen, sie bewertet, analysiert, urteilt, entwickelt Vorstellungen und Pläne – allerdings alles auf intuitive Weise. Sie muss sich dabei nicht als rational oder vernünftig rechtfertigen – sie ist einfach wie sie ist. Sie kann intuitives Wissen, Instinkt, Liebe, Angst, Ego, Erwartungen und Glaubenssätze umfassen und von diesen Faktoren getrieben sein – wobei sie Schmerz oder Freude empfinden kann. Sie trifft Entscheidungen und drückt Willen und Absicht auf der Seinsebene aus. Sie neigt dazu, die Welt als verbundenes Ganzes wahrzunehmen und sie repräsentiert die rechte Gehirnhälfte. Die Seinsebene achtet manchmal auf die Prozesse der intellektuellen Ebene, wird aber nicht durch sie bestimmt. Im Gegensatz zu Veränderungen auf der intellektuellen Ebene führt fundamentale Veränderung auf der Seinsebene (z.B. über persönliches oder spirituelles Wachstum) dazu, dass die Qualität Ihres Bewusstseins steigt oder sinkt – wodurch Sie ein anderer Mensch werden. Veränderung auf der intellektuellen Ebene kann zu Veränderungen auf der Seinsebene führen, dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein.

[Anmerkung: Die Seinsebene und die intellektueller Ebene repräsentieren dabei den gleichen Aspekt Ihres „Ichs“ wie Ihr Bewusstsein (als individuelle Bewusstseinseinheit) und nicht Ihr „Ich“ als virtueller Körper Ihres Avatars. Die rechte und linke Gehirnhälfte Ihres virtuellen („physischen“) Gehirns repräsentieren dabei die logischen Vorgaben des Regelsatzes (die physikalischen Gesetze) über die der Evolutionsprozess in unserer virtuellen Realität festgelegt ist. Die Regeln der virtuellen Realität legen fest, welche Informationen sich in den Datenströmen befinden können, die an jede Bewusstseinseinheit geschickt werden und die die virtuelle Realität und alle Interaktionen in ihr beschreiben. Die virtuelle Realität, die wir als „physisch“ beschreiben, existiert nur im Verstand der individuellen Bewusstseinseinheit und im größeren Bewusstseinssystem.

Die Seinsebene und die intellektuelle Ebene existieren nur als getrennte und unterschiedliche Entitäten in einem bewussten Wesen, wenn dieses Wesen angsterfüllt ist (wenn es angstbasierte Entscheidungen trifft). Das Unvermögen des Intellekts direkt und erfolgreich mit bestimmten Ängsten umzugehen, führt zu der unnatürlichen und dysfunktionalen Trennung dieser beiden Ebenen der Bewusstseinsverarbeitung. Die Angst wird dabei aus dem Blickfeld des Intellekts verdrängt, wirkt aber weiterhin auf der Seinsebene. Das Ego hat dabei die Aufgabe, dem Intellekt dabei zu helfen, die Ängste zu ignorieren (anstatt sich mit ihnen auseinanderzusetzen). Wenn man die Ängste beseitigt, können Seinsebene und intellektuelle Ebene vereinigt werden. Ohne Ängste vereinen sich Seinsebene und intellektuelle Ebene zu einer optimierten, ganzheitlichen Bewusstheit – ein Bewusstsein, dass sich seiner selbst und anderer voll bewusst ist und das erfolgreich die Funktionen beider virtuellen Gehirnhälften integriert. Die Getrenntheit beider Ebenen ist pathologisch. Ein gesundes, voll bewusstes Wesen (ohne Angst – somit auch ohne Ego, Erwartungen oder Glaubenssätzen) ist sich völlig über all seine Absichten, Ideen, Neigungen, Instinkte, internen Prozesse, Gefühle, Intuitionen und seinen Intellekt bewusst. Es gibt dann keine verdeckten oder „unterbewussten“ Aspekte des Verstands. Die Existenz eines Unterbewusstseins ist ein Symptom eines dysfunktionalen Bewusstseins mit hoher Entropie – was jedoch in unserer Gesellschaft als normal angesehen wird. In einer durch physikalische Gesetze beschränkten virtuellen Realität, steuert ein virtuelles Gehirn einen virtuellen Körper, der sich in der Simulation einer virtuellen Welt befindet. (Dabei steuert das Gehirn alle Funktionen des zentralen Nervensystems, Reflexe, Verdauung, Blutkreislauf, das Freisetzen von Hormonen, usw.) Interaktion innerhalb der virtuellen Welt verkörpert die auf den Datenstrom wirkenden Limitierungen – dieser Datenstrom wird vom größeren Bewusstseinssystem an eine reale individuelle Bewusstseinseinheit geschickt, bei der keine logische Notwendigkeit für unterbewusste Funktionen besteht. Das größere Bewusstseinssystem ist das einzige, was dabei real ist, alles andere ist virtuell – weitere Erläuterungen dazu unter der Definition des Begriffs virtuelle Realität weiter unten]

9. Liebe (engl. Love) ist das Gegenteil von Angst, sie ist stets auf Andere gerichtet. Liebe drückt sich auf kreative Weise als Mitgefühl und Kümmern um andere aus, wobei es darum geht, etwas für andere zu tun und sie wertzuschätzen. Liebe ist Bewusstheit, die die Absicht zum Ausdruck bringt, für andere hilfreich und nützlich zu sein. Präziser formuliert: Mitgefühl, sich um andere kümmern und für sie da zu sein, hilfreich und nützlich zu sein, resultieren alle aus Bewusstheit, deren Handlungen auf einer liebevollen und angst-freien Absicht basieren. Liebe ist eine fundamentale Eigenschaft eines Bewusstseins mit niedriger Entropie. Liebe wird aus der Seinsebene heraus verschenkt, während Bedürfnisse auf intellektueller Ebene ausgehandelt werden. Wenn man die auf hoher Entropie basierende Angst eines „normalen“ Wesens eliminiert, fallen automatisch auch sein Ego und seine Glaubenssätze von ihm ab und was übrig bleibt, ist ein eher ungewöhnliches Wesen voller Liebe und mit niedriger Entropie.

Sich selbst zu lieben wird auch Narzissmus genannt und ist sehr dysfunktional. Keine negativen Gefühle bezüglich sich selbst zu empfinden ist notwendig und der erste Weiterentwicklungsschritt, um die eigenen Ängste loszuwerden.

10. Angst (engl. Fear) ist das Gegenteil von Liebe – Angst dreht sich immer ums Selbst und drückt sich auf kreative Weise als Ego, Glaubenssätze und Erwartung aus – wobei sich alles um den Nutzen fürs eigene Selbst dreht: Ich brauche, ich will, ich glaube, ich erwarte, ich habe es verdient dass… Präziser forumuliert: Ego, Glaubenssätze, Ichbezogenheit und Erwartungen sind alle die Folge von Bewusstheit, die aus einer angstbasierten Absicht heraus handelt. Angst ist die fundamentale Eigenschaft eines Bewusstseins mit hoher Entropie. Angst befindet sich sowohl auf der intellektuellen Ebene als auch auf der Seinsebene. Ohne Angst gibt es kein Ego, keine Glaubenssätze und keine Erwartungshaltung, wodurch intellektuelle Ebene und Seinsebene zu einer Einhalt verschmelzen. Durch Reduzierung von Angst vergrößert sich sowohl die Bewusstheit als auch der Entscheidungsraum.

11. Ego (engl. Ego) ist nicht einfach Selbstbewusstsein – wie bereits vorher gesagt wurde ist sowohl Selbstwahrnehmung also die Sinnesempfindung der eigenen Existenz sowohl notwendig als auch gut – sonst wären keine gemeinsamen Erfahrungen oder Lernen möglich. Freud nannte Bewusstheit die keine Reaktion auf Ängste darstellt „Über-Ich“, wir bezeichnen diesen Aspekt einfach als Ausdruck von Liebe. Während Liebe sich als Bewusstheit im Dienste Andere ausdrückt, drückt sich Ego als Bewusstheit aus, die auf Ängste reagiert – somit ist Ego die Folge von Bewusstheit, die aus einer angstbasierten Absicht heraus handelt. Ego befindet sich sowohl auf der intellektuellen Ebene als auch auf der Seinsebene.

[Anmerkung: „Ego“, wie es hier aus einer theoretischen MBT-Sichtweise definiert wurde, mag einem so erscheinen, als sei es etwas völlig anderes, wie die von Freud verwendete Definition. Aus einer praktischen Perspektive betrachtet, sind das MBT „Ego“ und Freud‘s „Ego“ jedoch nahezu identisch. Freud beobachtete das Ego und seine Dynamik in Menschen, die er untersuchte. Sein Modell ist empirisch, also es basiert auf seinen Beobachtungen – ein praxisbasiertes Modell. Die beobachteten Personen waren mehrheitlich von Ängsten getrieben und lebten in einer von Ängsten getriebenen Gesellschaft – was auf die Mehrheit der Bevölkerung unseres Planeten zutrifft. Das Ego das Freud beobachtete, war Bewusstheit, die von Ängsten getrieben war, was exakt der MBT-Definition von Ego entspricht. Weil ein solches Ego sich selbst und anderen als normal erschien und diese Anderen vergleichsweise gesund waren und gut in ihrer vorherrschend angstbasierten Gesellschaft zurecht kamen, wurde das Ego als notwendiger und gesunder Teil jedes Individuums definiert. Aus der verzerrten Perspektive angsterfüllter Individuen in einer angsterfüllten Gesellschaft, würde ein Mensch ohne Ego als dysfunktional wahrgenommen werden. Allerdings entdeckte Freud in der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit einen Aspekt, der außerhalb des normalen dominanten angstbasierten pathologischen Egos stand und er nannte diesen Aspekt das „Über-Ich“. Freud stellte jedoch nicht die Verbindung her, dass das Über-Ich (das wir hier Liebe nennen) die Eigenschaft eines gesunden (höher entwickelten) Bewusstseins mit niedriger Entropie darstellt, während Ego eine Eigenschaft eines dysfunktionalen (weniger entwickelten) Bewusstseins mit hoher Entropie ist. Hätte Freud diese Verbindung hergestellt, so hätte er die Mehrheit der Menschheit inklusive sich selbst und der meisten seiner Kollegen und Förderer in die Kategorie „dysfunktional“ und „pathologisch“ einordnen müssen. Das wäre keine Theorie gewesen, die es weit gebracht geschweige denn populär geworden wäre – so eine Idee war vermutlich für Freud undenkbar und somit nicht Teil seines Entscheidungsraums.]

12. Glaubenssätze treten in Erscheinung, wenn Sie etwas unbedingt wissen wollen, Ihnen jedoch nicht die notwendigen Fakten dazu zur Verfügung stehen… Sie glauben dann einfach, dass Sie etwas wissen. Unglaube ist auch eine Art Glaubenssatz. Wenn Sie etwas wissen wollen oder Angst davor haben, etwas nicht zu wissen, es Ihnen aber unmöglich ist, ausreichende Fakten dazu herauszufinden, dann löst ein Glaubenssatz dieses Problem – gleichzeitig wird dadurch die Wahrscheinlichkeit, die Wahrheit zu dem Thema herauszufinden, deutlich reduziert. Sobald der Glaubenssatz erst mal etabliert ist, werden ihm widersprechende Informationen schnell abgewertet, missachtet oder ignoriert.

13. Eine virtuelle Realität (engl. Virtual reality) ist eine berechnete Realitätsstruktur, die durch Informationen festgelegt wird, welche die Wahrscheinlichkeiten und Beschränkungen eines interaktiven Multiplayer-“Spiels“ repräsentieren (also die Umwelt, Regeln, individuelle Eigenschaften und Fähigkeiten der Elemente des Spiels). Virtuelle Realitäten sind Informationskonstrukte. Eine Brettspiel-Analogie dazu: Die virtuelle Realität repräsentiert das Spielfeld, die Interaktions-Spielregeln und die Spielfiguren (Avatare), welche durch die Spieler gespielt werden. Eine individuelle Bewusstseinseinheit repräsentiert einen individuellen Spieler. „Unsere virtuelle Realität“ steht dabei für die virtuelle Realität, die wir unser physisches Universum nennen – also die virtuelle Realität in der unser „physischer“ Körper eine virtuelle Spielfigur – auch Avatar genannt – ist. Unsere virtuelle Realität ist eine sich weiterentwickelnde Simulation (basierend auf Anfangsbedingungen und einem Regelsatz) welche die Beschränkungen für den Datenstrom darstellt, der an jeden Spieler geschickt wird. Bewusstsein in Form des größeren Bewusstseinssystems ist der Schöpfer (aber nicht der Programmierer – denn es gibt keinen Programmierer) der virtuellen Realität und der individuellen Bewusstseinseinheiten (die Teil des größeren Bewusstseinssystems sind). Bewusstsein ist auch eine bewusste, sich entwickelnde Wesenheit mit Wille und Absicht, die in einem digitalen Informationssystem realisiert wird. Weil Evolution ein dynamischer Prozess permanenter Veränderung mit unbestimmtem Ende ist, muss sich jede Wesenheit in diesem Prozess entweder weiterentwickeln (seine Entropie reduzieren) oder zurückfallen (seine Entropie erhöhen, was eventuell zu Selbstzerstörung oder Tod führen kann) – alles vor dem Hintergrund der Beschränkungen des Umfelds. Somit stellt positive Entwicklung die fundamentale Bestimmung aller Wesenheiten dar. Bewusste Wesenheiten können sich über diese Bestimmung im Klaren sein und dadurch Entscheidungen treffen, um die Bestimmung zu verwirklichen – wodurch sie den Bewusstseinsentwicklungsprozess optimieren.

Rudimentäre Bewusstheit über konträre Zustände (1 oder 0) entwickelt sich letztendlich zum größeren Bewusstseinssystem, welches dann virtuelle Realitäten und individuelle Bewusstseinseinheiten entwickelt (aber eben nicht programmiert). Individuelle Bewusstseins-einheiten ermöglichen und beschleunigen ihre Chance positiver Weiterentwicklung, indem sie sich als Bewusstheit mit freiem Willen und Absicht als virtueller Avatar in eine sich weiterentwickelnde virtuelle Realität begeben, die über Anfangsbedingungen und Regeln definiert ist.

14. Der Bewusstseinsentwicklungsprozess (engl. Consciousness evolutionary process) funktioniert folgendermaßen: Innerhalb der virtuellen Realität widerfahren den interaktiven Spielern Erfahrungen und Sie (als individuelle Bewusstseinseinheit), als Verstand Ihres Avatars in der virtuellen Realität, müssen sich mit diesen Erfahrungen auseinandersetzen, indem Sie Entscheidungen treffen, die durch Ihre Ziele und Absichten inspiriert sind. Die Qualität Ihrer Ziele und Absichten führt zu Entscheidungen, die wiederum dazu führen, dass Sie sich entweder weiterentwickeln oder zurückfallen. Jede Entscheidung basiert auf einer Absicht (Vision, Plan, Motivation) die entweder angst-basiert oder liebe-basiert ist. Ziele, Absichten oder Entscheidungen, die neutral sind, führen zu Stagnation, was langfristig zu einer Verschlechterung und einem eingeschränkterem Entscheidungsraum führt. Eine Entscheidung ist gut, wenn sie zu einer Reduktion der Entropie im Gesamtsystem führt (positive Bewusstseinsentwicklung = Entwicklung in Richtung Liebe). Moralische Absichten führen fast immer zu guten Entscheidungen und führen langfristig zu einer reduzierten Entropie im Gesamtsystem. Unsere interaktive virtuelle (scheinbar physische) Realität ist darauf ausgerichtet, herausfordernde Erfahrungen zu erzeugen, die zu produktiven Entscheidungen durch die individuellen Bewusstseinseinheiten führen. Stellen Sie sich das Ganze als Entropiereduzierungstrainer für individuelle Bewusstseinseinheiten vor, der vom größeren Bewusstseinssystem erzeugt wurde, um seine eigene Weiterentwicklung zu verwirklichen – Überleben und leben anstelle der Alternative: Zerfallen und sterben.

Das größere Bewusstseinssystem ist eine bewusste, unvollkommene, endliche Wesenheit in Form eines digitalen Informationsssystems. Auf unterster Ebene existiert nichts außer Information – alles, jede Idee, jeder Gedanke, jedes Verlangen, jedes Gefühl, jede Emotion, jeder Stern, jeder Stein, jedes Gehirn, jedes Atom, Raum und Zeit kann auf Information reduziert werden und alle Interaktion kann auf Kommunikation reduziert werden. Etwas darüber hinaus zu postulieren ist logisch unnötig (führt zu unnötigen Annahmen und unnötiger Komplexität) weil alles direkt von diesem einen Ausgangpunkt abgeleitet werden kann. Die Einsicht, dass auf der fundamentalsten Ebene unserer „physischen“ Realität nichts außer Information existiert, ist eine Idee, die sich die Wissenschaft von Tag zu Tag mehr zu eigen macht.

Deutsche Übersetzung durch Matrixwissen.de